Agentic AI

Agentische KI in der Produktion: was sie leistet und wo ihre Grenze liegt

Wenn dieselbe Störung immer wieder mehrere Systeme und mehrere Menschen beschäftigt, kann ein agentisches System die wiederkehrenden Schritte übernehmen. SABO IT entwickelt solche KI-Agenten für die Fertigung, zugeschnitten auf Ihren Anwendungsfall und Ihre Systemlandschaft: oberhalb von SPS und SCADA, in Grenzen, die Sie festlegen.

Wo ein agentisches System Arbeit übernimmt

Ein agentisches System arbeitet in festgelegten Grenzen selbstständig auf ein Ziel hin. Es verarbeitet einen Auslöser, prüft die angebundenen Systeme und führt freigegebene Schritte aus. Was außerhalb dieser Grenzen liegt, geht an Ihre Fachleute.
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Bedienfeld einer Produktionsanlage, darüber die Ablaufstufen eines agentischen Systems von der Meldung bis zur freigegebenen Maßnahme.
Vom Alarm zur freigegebenen Maßnahme: wie ein Agent einen Fall untersucht und wann er abgibt.
Einsatzort
Oberhalb von SPS und SCADA
Betriebsform
On-Premise möglich
Grenzen
Legen Sie fest
Freigabe durch Ihre Fachleute, sobald ein Schritt die Grenze verlässt
Anbindung an vorhandene Systeme über definierte Schnittstellen
Entscheidungsprotokoll zu jedem ausgeführten Schritt
Die Antwort steht dabei jedes Mal an denselben Stellen: in früheren Fällen, im Handbuch, in den aktuellen Maschinendaten. Wer sie sucht, klickt sich durch drei Oberflächen und ruft einen Kollegen an.

Was Sie am Ende in der Hand haben

Wiederkehrende Schritte laufen ohne Rückfrage

Der Weg vom Alarm zur Information ist jedes Mal derselbe. Das System geht ihn, sobald der Auslöser kommt, und legt das Ergebnis dort ab, wo Ihre Leute ohnehin nachsehen.

Jeder Schritt ist dokumentiert

Welche Quelle gelesen, welches Werkzeug aufgerufen, welche Aktion ausgeführt wurde, steht im Protokoll. Nicht in der Erinnerung der Schicht, die gerade da war.

Die Grenze bleibt bei Ihnen

Sie entscheiden, welche Aktionen ohne Freigabe laufen, ab welcher Unsicherheit eskaliert wird und ob es Schreibzugriffe gibt. Ändern lässt sich das jederzeit, ohne die Anwendung neu zu bauen.
Vorhandene Systeme bleiben führend, es entsteht keine zweite Oberfläche für die Schicht
Die Anbindung läuft über definierte Schnittstellen, nicht über Umbauten an den Kernsystemen
Der Zuschnitt beginnt eng und wächst erst nach dem Nachweis

So arbeitet ein agentisches System

Drei Schritte, und eine Stelle, an der das System abgibt.
Ablaufschema: Ein Auslöser aus der Anlage führt zum Sammeln von Informationen und zur Planung. An der Grenze, die der Kunde festlegt, teilt sich der Weg: innerhalb der Grenzen führt das System den Schritt aus und protokolliert ihn, außerhalb geht er an die Fachleute des Kunden. Durchgehend gilt: oberhalb von SPS und SCADA, kein Eingriff in die Sicherheitsfunktion, nicht echtzeitfähig.
An der Grenze, die Sie festlegen, teilt sich der Weg.
01
Auslöser
Ein Auslöser startet den Ablauf, etwa eine Meldung aus der Anlage.
02
Sammeln und planen
Das System sammelt Informationen aus früheren Fällen, Handbüchern und dem aktuellen Maschinenzustand und plant die nächsten Schritte.
03
Ausführen oder abgeben
Innerhalb der festgelegten Grenzen führt es sie aus und protokolliert sie. Alles andere geht an Ihre Fachleute.

Mögliche Anwendungsfelder für KI-Agenten in der Fertigung

Fünf Felder, in denen sich der Aufwand wiederholt.

Störungsbehebung an Maschine und Linie

Typische Ausgangssituation
Getränkeabfüllung, Spritzguss

Untersuchung von Qualitätsabweichungen

Typische Ausgangssituation
SMT-Bestückung, Verpackung

Priorisierung von Wartungsmeldungen

Typische Ausgangssituation
Roboter- und CNC-Zellen, Fördertechnik

Systemübergreifende Ausnahmen

Typische Ausgangssituation
MES-, ERP- und SCADA-Integration

Servicediagnose

Typische Ausgangssituation
Feldgeräte, Fernüberwachung

Woran Sie einen passenden Fall erkennen

Der Ablauf geht über mehrere Systeme
Er wiederholt sich und kostet jedes Mal gleich viel
Die Dokumentation wird ohnehin verlangt
Die letzte Entscheidung soll bei einem Menschen bleiben

Wie wir die Risiken von KI in der Produktion begrenzen

Autonomie

Was SABO IT absichert
Gestufte Aktionen, Freigabeschritte, Sicherheitsverriegelungen
Was Sie entscheiden
Welche Aktionen ohne Freigabe laufen

Schlussfolgerungen

Was SABO IT absichert
Abgleich mit dem Anlagenzustand, Eskalation bei Unklarheit
Was Sie entscheiden
Ab welcher Unsicherheit eskaliert wird

Steuerung

Was SABO IT absichert
Oberhalb von SPS und SCADA, kein Eingriff in die Sicherheitsfunktion, nicht echtzeitfähig. Lesend über definierte Schnittstellen, schreibend nur nach Freigabe im Projekt
Was Sie entscheiden
Ob und welche Schreibzugriffe es gibt

Daten und Rechte

Was SABO IT absichert
Abgleich mehrerer Quellen vor jeder Aktion, Rollen- und Rechtekonzept, minimale Rechte je Komponente, On-Premise möglich
Was Sie entscheiden
Quellen, Betriebsform, Rechte

Nachvollziehbarkeit

Was SABO IT absichert
Entscheidungsprotokolle, Ergebnisprüfung
Was Sie entscheiden
Aufbewahrungsdauer der Protokolle
Konzeptbeispiel

Agentische Störungsbehebung an einer Abfüllanlage

Kein ausgeliefertes Projekt, sondern ein durchgerechnetes Konzept: wie ein Agent an einer Getränkeabfüllanlage neben den vorhandenen Steuerungen und Wissensquellen arbeiten würde.
Platzhalter — Schema des agentenbasierten Fehlerbehebungssystems an einer Getränkeabfüllanlage

Alarme und Durchsatzeinbrüche werden heute von Hand untersucht. Wer Dienst hat, liest Telemetrie und sucht im Handbuch nach dem letzten ähnlichen Fall. Das System legt beim Auslöser selbst einen Fall an, liest dieselben Quellen und führt aus, was auf der freigegebenen Liste steht. Alles andere schlägt es vor.

Steht ein Eingriff an der Hardware an oder bleibt die Lage unklar, geht der Fall an den Techniker, zusammen mit dem, was bis dahin geprüft wurde.

Getränkeabfüllanlage — auf einen Blick

Primäres Ziel
Weniger Handgriffe bis zur Diagnose
Geltungsbereich
Alarme, Qualität, Durchsatz
Integration
SPS, MES/SCADA, Handbücher
Auslöser
Alarm oder Abweichung aus der Linie
Untersuchung
Telemetrie und frühere Fälle, in einem Durchlauf
Maßnahme
Freigegebene Schritte selbst, alles andere als Vorschlag
Lernen
Ergebnis und Entscheidung gehen in die Wissensbasis zurück

Die Lösung erfindet kein neues Maschinenverhalten

Das System arbeitet aus einer Liste sicherer Kommandos, die Sie festlegen: kontrollierte Resets und Parameteränderungen innerhalb erlaubter Grenzen. Der körperliche Eingriff bleibt beim Techniker, der dafür klarere Angaben zu wahrscheinlichen Ursachen bekommt.

Von einer Linie zu einer wiederverwendbaren Architektur

Vier Fragen machen den Aufbau auf die nächste Maschine übertragbar: welche Probleme zählen, welche Informationen vorliegen, welche Auslöser gelten und welche Aktionen erlaubt sind.

Fragen und Antworten

Agentic AI bezeichnet KI-Systeme, die in festgelegten Grenzen selbstständig auf ein Ziel hinarbeiten. Ein solches System verarbeitet einen Auslöser, prüft angebundene Systeme und führt freigegebene Schritte aus. Sinnvoll ist das dort, wo wiederkehrende Störungen über mehrere Systeme hinweg untersucht werden. SABO IT entwickelt solche Systeme im Kundenprojekt.
Nein. Ein agentisches System von SABO IT übernimmt wiederkehrende Schritte und dokumentiert sie. Alles außerhalb der festgelegten Grenzen und jeder Eingriff an der Hardware bleibt bei Ihren Fachleuten.
Lesend ja, schreibend nur, wenn Sie es freigeben. Agentische Systeme von SABO IT arbeiten oberhalb von SPS und SCADA, greifen nicht in die Sicherheitsfunktion ein und sind nicht echtzeitfähig; die Zykluszeiten bleiben in der Steuerung.
Das entscheiden Sie. Agentische Systeme von SABO IT lassen sich On-Premise betreiben, mit Rollen- und Rechtekonzept und minimalen Rechten je Komponente.

Der erste Schritt ist ein Workshop

Bringen Sie einen Fall mit, der sich bei Ihnen wiederholt. Im Workshop klären wir den Anwendungsfall, die anzubindenden Systeme, die Aktionen, die das System selbst ausführen darf, und woran Sie den Erfolg messen. Wir starten mit einem engen Zuschnitt und bauen erst nach dem Nachweis aus, stufenweise und mit den künftigen Nutzern.

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Michael Reichlin
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